Römer
Die altrömische Überlieferung datiert die Gründung Roms zwischen 814 und 728 v. Chr., meist jedoch um das Jahr 750 v. Chr.;
die später als Beginn der römischen Zeitrechnung (ab urbe condita) kanonisch gewordene Angabe 753 v. Chr. geht auf den
Gelehrten Marcus Terentius Varro (116-27 v. Chr.) zurück. Obwohl die ältesten Siedlungsspuren auf dem späteren Gebiet der
Stadt bis ins 10. Jahrhundert v. Chr. hinaufreichen, stammen die frühesten Hinweise für die Anlage einer Stadt wohl aus dem
letzten Drittel des 7. Jahrhunderts v. Chr. Der neue Stadtstaat befand sich bald unter etruskischer Königsherrschaft; diese
Phase seiner Entwicklung wird die Königszeit genannt. Obwohl das Gebiet Roms aus äußerst unfruchtbaren, zum Teil sumpfigen
und sandigen Boden bestand und somit eine gewinnbringende Landwirtschaft nahezu ausgeschlossen war, gelangte Rom unter den
Etruskern bald zu wirtschaftlicher Bedeutung, kontrollierte es doch zwei bedeutende Handelswege: die Via Latina und die Via
Salaria. Auch die Einführung des uralten römischen Hafenzolls für Handelsgüter trug ihren Teil zum wirtschaftlichen Erfolg
bei. Rom begann mit einer gezielten Expansion in Mittelitalien (Eroberung von Veji 396 v. Chr.), musste dabei aber auch
schwere Rückschläge verkraften. Der Galliersturm unter Brennus hinterließ psychologisch tiefe Spuren. Es folgten die
Samnitenkriege und der Latinerkrieg. Rom schuf schließlich ein weitverzweigtes Bündnisgeflecht. So wurden an strategisch
wichtigen Orten Kolonien angelegt und Bündnisse mit mehreren italischen Stämmen geschlossen, die jedoch nicht das römische
Bürgerrecht erhielten. Aus dieser Zeit seiner Geschichte ging Rom als straffes Staatswesen mit schlagkräftiger Armee und
starkem Drang zur Ausdehnung hervor. Damit waren die Grundlagen für seinen weiteren Aufstieg geschaffen. Durch die Punischen Kriege,
Erbschaften in Griechenland, die Eroberung Galliens durch Cäsar .... erlangte Rom schließlich die Herrschaft über den gesamten
Mittelmeerraum und darüber hinaus (Britannien). Im 5. Jahrhundert n.Chr. zerfiel dann der Westen durch den Ansturm der Völkerwanderung.
Der Osten konnte sich noch bis ins 15. Jahrhundert halten.
Große Herrscher waren Cäsar und Augustus.