Perser
Der Gründer des persischen Großreichs der Achämeniden war Kyros II., als sein Gestalter gilt jedoch Dareios I. Kyros II.
wurde kurz nach 560 v. Chr. König von Ansan, einer Region in der Persis unter der Oberhoheit der Meder, die seit etwa hundert
Jahren eine Hegemonie über diesen Raum ausübten. Kyros II. gelang es um 550 v. Chr., diese Oberherrschaft abzuschütteln. In
den nachfolgenden Jahren eroberte Kyros II. das Mederreich und schuf damit die Grundlagen des persischen Großreiches, auch
wenn die Meder weiterhin im neuen Reich eine wichtige Rolle spielten. In den griechischen Quellen werden die beiden iranischen
Völker als Einheit betrachtet und deshalb die Perser auch als Meder bezeichnet. Mit dem Sieg über die Lyder unter Krösus 541
v. Chr. kam Kleinasien weitestgehend unter persische Herrschaft, ebenso wie die dortigen griechischen Stadtstaaten. 539 v.
Chr. fiel auch relativ schnell Babylonien an Kyros II. Durch die Eroberung Babyloniens gelangte auch Juda unter persische
Kontrolle. Nach dem Tod seines Nachfolgers und Sohnes Kambyses (522 v. Chr.), der Ägypten dem Reich eingegliedert hatte und
den viele Quellen in den düstersten Farben beschreiben, kam es zu einer Nachfolgekrise aus der Dareios I. siegreich hervorging.
Er komplettierte den Rohbau des Reiches, indem er dessen Verwaltung in Satrapien organisierte, die Wirtschaft stärkte und
Teile Indiens und Thrakiens dem Reich anschloss. Außerdem baute er die beiden wichtigsten archämenidischen Residenzen auf,
Susa und Persepolis. Um 500 v. Chr. brach vermutlich auch aufgrund wirtschaftlicher Probleme ein Aufstand der kleinasiatischen
Griechen aus. Dies war der Beginn der so genannten Perserkriege, die letztlich zum Untergang des Perserreiches durch Alexander
den Großen führten.
Große Herrscher waren Dareios I. und Kyros II.