Maurya

Das Maurya-Reich ist der Staat einer altindischen Dynastie im Zeitraum zwischen 320 und 180 v. Chr. Chandragupta floh vor dem letzten Nanda-Herrscher aus Pataliputra und kämpfte gegen die von Alexander im Industal zurückgelassenen Garnisonen. Wann und unter welchen Umständen es ihm gelang, Pataliputra einzunehmen und den letzten Nanda-König zu beseitigen, ist unbekannt. Der erste Feldzug scheint fehlgeschlagen zu sein, aber im zweiten besetzte er gegen 320 v. Chr. Magadha und wurde König. Bekannt ist Chandragupta auch durch einen Vertrag mit dem Alexandernachfolger Seleukos I. Nikator. Dieser war im Hindukusch einmarschiert, um das Erbe Alexanders anzutreten. Chandragupta trat ihm im Punjab erfolgreich entgegen. Unter Chandraguptas Sohn Bindusara (um 297-268 v. Chr.) nahm die Reichserweiterung ihren Fortgang und fand mit der Eroberung von Kalinga (Gebiet des heutigen Orissa) unter Kaiser Ashoka (268-232 v. Chr.) ihren Abschluss. Unter diesem Kaiser entfaltete sich die Maurya-Dynastie zum größten Reich der indischen Antike, das den gesamten indischen Subkontinent bis in den äußersten Süden und zudem das heutige Pakistan und Afghanistan umfasste.Der Kaiser Ashoka - nach der extrem blutigen Eroberung von Kalinga in eine tiefe Krise geraten - konvertierte zum Buddhismus und gestaltete seine Politik fortan nach den Prinzipien der Lehre Buddhas, in der Friedfertigkeit und Toleranz die obersten Leitziele darstellen. Er schuf damit das erste aus der Geschichte bekannte Staatswesen, in dem Gewaltverzicht und soziale Wohlfahrt die tragenden Säulen einer gerechten Politik darstellen. Das Reich endete mit der Ermordung des letzten Maurya von Magadha, Ashokas Enkel Brihadratha, durch seinen General Pushyamitra 180 v. Chr.
Große Herrscher waren Chandragupta und Ashoka.