Makedonen
Den Grundstein zur Großmachtstellung legte König Archelaos I. (413 v. Chr. bis 399 v. Chr.). Unter seiner Herrschaft zog es viele
griechische Gelehrte und Künstler an seinen Hof. Ein weiterer König war Perdikkas II., ein Zeitgenosse des Thrakerkönigs Sitalkes.
Zur führenden Macht im antiken Griechenland wurde Makedonien binnen weniger Jahre jedoch erst ab 356 v. Chr. durch König Philipp II.
Er konnte Ober- und Niedermakedonien erstmalig fest miteinander verbinden, organisierte das Heer neu und begann, den makedonischen
Einflussbereich durch Eroberungen und Unterwerfungen auszuweiten. Die Ausweitung des makedonischen Herrschaftsbereichs unter Philipp
II. brachte das Königreich Makedonien in einen Konflikt mit Athen, welches seine Interessen in Makedonien (Erzbergbau am
Pangeo-Gebirge, Siedlungen und Handelsstützpunkte auf der Chalkidiki) gefährdet sah. Erschwerend kam hinzu, dass die Vorgänger von
Philipp II. im Peloponnesischen Krieg von 431 bis 404 v. Chr. mit dem athenischen Kriegsgegner Sparta teilweise koaliert hatten.
Das Königreich Makedonien war allerdings nicht unumstrittener Herrscher in Makedonien. Der Chalkidikische Bund, ein Städtebund unter
der Führung der Stadt Olynthos konnte Anteile von Makedonien für sich einnehmen und bedrohte zeitweilig sogar Pella, ohne dieses
allerdings belagern oder angreifen zu können. Philipp II. führte aufgrund dieser Interessenkonflikte eine vorsichtige und taktierende
Außenpolitik mit zum Teil wechselnden Bündnissen, welche im Endeffekt ihm eine Konsolidierung und nachfolgend Ausdehnung seines
Machtbereichs erlaubten. Der Konflikt mit Athen wurde mit der Einnahme von Amphipolis östlich des erzführenden Pangeon-Gebirges
durch makedonische Truppen unter Philipp II. mehr als offensichtlich. Die Versuche Athens, vor allem des Politikers (Demagogen)
Demosthenes im Konflikt des zweiten Olynthischen Kriegs 350 bis 348 v. Chr. zugunsten von Makedoniens Gegner, dem Chalkidikischen
Bund unter der Führung Olynthos einzugreifen, waren unzureichend und zu spät. Philipp II. zerstörte 348 v. Chr. Olynthos, löste den
chalkidikischen Bund auf und hatte hiernach den Rücken für eine Auseinandersetzung mit den griechischen Stadtstaaten frei. Der
Makedonenkönig vereinte nun die zersplitterten und meist zerstrittenen griechischen Stadtstaaten im Korinthischen Bund auf der
Basis eines Allgemeinen Friedens und schuf damit erstmals in der Geschichte ein geeintes Griechenland. Unter Philipps Sohn
Alexander dem Großen erreichte Makedonien den Höhepunkt seiner Macht und seine größte Ausdehnung. Unter Philipps Sohn Alexander
dem Großen erreichte Makedonien den Höhepunkt seiner Macht und seine größte Ausdehnung. führte er 334 v. Chr. ein
gesamtgriechisches Heer nach Kleinasien und besiegte in drei Schlachten die Perser vernichtend. Er eroberte nacheinander
Ägypten und das Persische Kernland und dehnte sein Reich bis zum Hindukusch und zum Indus aus. Damit schuf er die
Voraussetzung für die Hellenisierung ganz Vorderasiens. Nach Alexanders Tod im Jahr 323 v. Chr. in Babylon zerfiel das
Großreich unter den Kämpfen seiner Nachfolger.
Große Herrscher waren Philipp II. und Alexander der Große.