Ägypter
Um 6000 v. Chr. begannen die Menschen im bis dahin schwach besiedelten Ägypten, Viehzucht zu betreiben.
Dadurch und durch den ca. 5000 v. Chr. anfangenden Ackerbau im Niltal wurde es möglich, mehr Menschen zu ernähren.
Die Population wuchs. Doch durch den Ackerbau ergaben sich neue Probleme: Da der Nil einmal im Jahr das Land überflutete
und sonst Trockenheit herrschte, musste dafür ein Ausgleich in Form von Kanalsystemen geschaffen werden, das das Wasser
ableitete bzw. speicherte. Da die einzelnen Bauern dazu nicht im Stande waren, schlossen sie sich zusammen und bildeten
sog. Gaue, die von Gaufürsten verwaltet wurden. Daher bedeutet das altägyptische Wort für Gaufürst "Der die Kanäle baut".
Es wurden Getreidesilos gebaut, um die Menschen das ganze Jahr über versorgen zu können. Diese wurden ebenfalls von den
Fürsten verwaltet. Jedoch fingen die einzelnen Gaufürsten an, sich zu bekriegen. Um 3000 v. Chr. setzte sich Menes durch
und vereinigte Ober- und Unterägypten, die sich vorher gebildet hatten. Menes war der erste Herrscher Ägyptens mit dem
Titel Pharao, was "großes Haus" bedeutet. Dadurch, dass der Pharao einen Großteil der Ernte bekam, sammelte er Reichtum
an und es entstand Kultur, indem er Architektur, Bildhauerei usw. förderte. Auslöser für viele kulturelle Entwicklungen
war der Glaube an das Leben nach dem Tod und der daraus sich entwickelnde Totenkult, der bei den Ägyptern so stark
ausgebildet war, dass sich die Menschen ihr ganzes Leben mit der Ausgestaltung ihres Grabes beschäftigten.
Wichtige Herrscher waren Imhotep und Ramses II.